Dosierparameter
Die Dosierparameter legen die wesentlichen Einstellungen für den Dosierprozess fest und beeinflussen sowohl die Genauigkeit als auch die Geschwindigkeit des Dosiervorgangs. Es wird empfohlen, die wichtigsten Parameter – insbesondere StopMassFill und LowSpeed – zunächst mithilfe der Anlernroutine im Setup automatisch ermitteln zu lassen. Dadurch wird sichergestellt, dass der vorgegebene Zielwert zuverlässig erreicht wird. Anschließend kann der Bediener bei Bedarf eine zeitliche Optimierung der Dosierung vornehmen.
Eine Anpassung der Dosierparameter kann wahlweise über die Schieberegler oder durch die direkte Eingabe der Parameterwerte über das Tastenfeld erfolgen.
Zur Anpassung der Dosierparameter mittels eines Sliders wird dessen Position durch Verschieben verändert. Während der Anpassung wechselt die Farbe des Sliders von Gelb auf Magenta, und die Schaltfläche „Set“ wird eingeblendet. Durch Betätigen der Schaltfläche „Set“ wird der eingestellte Wert übernommen und gespeichert.
Um einen Parameter auf seinen Werkseinstellungswert zurückzusetzen, genügt die Betätigung der jeweiligen Parameterbezeichnung. Im gezeigten Beispiel ist dies die Schaltfläche „StopMassFill“.
Alternativ besteht die Möglichkeit, die Dosierparameter direkt über das Tastenfeld einzugeben. Betätigen Sie hierzu das entsprechende Symbol. Anschließend öffnet sich das Eingabefeld, in dem der gewünschte Wert eingegeben werden kann. Nach der Bestätigung wird der eingegebene Wert übernommen.
Erklärung des Parameters StopMassFill:
- Zweck: Steuert, wann der Massenfüller (Grobdosierung) abschaltet und auf die feinere Dosierung übergeht bzw. stoppt.
- Wirkung:
- Kleiner MassFill-Wert = Massenfüller stoppt später (näher am Sollwert). Vorteil: schneller; Risiko: eher Überschwingen.
- Großer MassFill-Wert = Massenfüller stoppt früher (weiter vor dem Sollwert). Vorteil: sicherer; Nachteil: etwas langsamer.
Erklärung des Parameters Start Slow:
- Zweck: Legt fest, ab welchem Abstand zum Sollwert der Trickelvorgang (Feindosierung) beginnt.
- Wirkung:
- Kleiner Start‑Slow‑Wert = Trickeln beginnt spät (nah am Sollwert). Vorteil: schneller bis kurz vor Ziel; Risiko: eher Überschwingen.
- Großer Start‑Slow‑Wert = Trickeln beginnt früh (weiter vom Sollwert entfernt). Vorteil: sicherer, weniger Überschwingen; Nachteil: insgesamt langsamer.
Erklärung des Parameters LowSpeed:
- Zweck: Bestimmt die Geschwindigkeit des Trickelns (Feindosierung) in der Endphase.
- Wirkung:
- Kleiner SlowSpeed-Wert = langsames Trickeln. Vorteil: sehr präzise Annäherung, geringes Überschwingen; Nachteil: dauert länger.
- Großer SlowSpeed-Wert = schnelles Trickeln. Vorteil: schneller fertig; Risiko: eher Überschwingen oder Nachregelungen.
Erklärung des Parameters Toleranz:
- Zweck: Legt fest, wie weit der Istwert vom Sollwert abweichen darf, damit die Dosierung als „erreicht/OK“ gilt.
- Wirkung:
- Kleine Toleranz = sehr enge Genauigkeit. Vorteil: höchste Präzision; Nachteil: längere Feinphase oder häufiger Nachregelbedarf.
- Große Toleranz = breiter Akzeptanzbereich. Vorteil: schnellerer Abschluss; Risiko: geringere
Praxisempfehlungen
- Für präzise Anwendungen: kleine Toleranz wählen und SlowSpeed eher niedriger halten.
- Für schnelle Durchsätze: etwas größere Toleranz wählen, dafür MassFill/Start Slow so abstimmen, dass kein grobes Überschwingen entsteht.
- Wenn häufig „knapp daneben“ gestoppt wird: Toleranz leicht vergrößern oder die Endphase (Start Slow/SlowSpeed) feiner einstellen.
- Wenn zu lange nachgeregelt wird: Toleranz etwas erweitern oder SlowSpeed minimal erhöhen.
Empfehlung zur Toleranz
- Für Schussentfernungen bis 300 m ist eine Toleranz von 0,04 gr praxisgerecht.
- Je kleiner die Toleranz, desto wichtiger sind ruhige Aufstellung, konstante Umgebung und eine moderat eingestellte SlowSpeed.
Praktische Umsetzung in der App
- Toleranz auf 0,04 gr setzen.
- Start Slow so wählen, dass früh genug in die Feindosierung gewechselt wird, um Überschwinger zu vermeiden.
- SlowSpeed so einstellen, dass die Endphase noch zügig, aber kontrolliert läuft; bei gelegentlichem Überschwingen einen kleinen Schritt reduzieren.
- MassFill eher konservativ (früheres Stoppen der Grobdosierung), wenn Materialfluss schwankt.
Kontrollcheck
- 5–10 Dosierungen fahren, Streuung prüfen. Wenn die meisten Treffer knapp innerhalb liegen, passt die Einstellung; bei systematischem Über- oder Unterschreiten langsam Toleranz/SlowSpeed/Start Slow fein nachführen.
Abstimmung mit anderen Parametern
- Start Slow/SlowSpeed beeinflussen, wie fein du die Toleranz tatsächlich treffen kannst.
- MassFill zu spät + kleine Toleranz erhöht Überschwinger und Nachregelzeit.
- Sinnvoller Ablauf: Erst MassFill und Start Slow stabil einstellen, dann SlowSpeed, anschließend Toleranz so klein wählen, wie es der Prozess zuverlässig zulässt.
Erklärung des Parameters Dämpfung:
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Zweck: Beeinflusst, wann der Dosiervorgang formal beendet wird, indem sie einen zusätzlichen Sicherheitsabstand unterhalb des Sollbereichs definiert.
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Funktionsweise (Beispiel 0,01):
- Stoppkriterium = Zielwert − Toleranz − Dämpfung.
- Beispiel: Soll 25,00 gr, Toleranz 0,04 gr, Dämpfung 0,01 gr
→ Vorläufiger Stopp bei 24,95 gr (25,00 − 0,04 − 0,01).
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Wirkung der Einstellung:
- Kleinere Dämpfung: Stopp näher am Sollwert; schneller, aber höheres Risiko von Überschwingen.
- Größere Dämpfung: Stopp früher; sicherer gegen Überschwingen, aber längere Endphase.
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Verhalten ab Firmware T6:
- Nach dem vorläufigen Stopp erfolgt automatisches Trickeln bis exakt zum Zielwert. Das heißt: Dämpfung legt den Punkt fest, an dem auf das besonders kontrollierte Nachdosieren umgeschaltet wird; T6 führt dieses Auto‑Feintrickeln selbstständig aus, bis Soll erreicht ist.
Praxisempfehlungen
- Startwerte: Dämpfung moderat wählen (z. B. 0,02 gr) bei Toleranz 0,04 gr bis 300 m.
- Bei einer moderaten Überdosierung Dämpfung etwas erhöhen oder SlowSpeed reduzieren.
- Wenn die Endphase unnötig lange dauert, ohne Überschwingen: Dämpfung leicht verringern.
- Immer im Zusammenspiel justieren:
- MassFill: beendet Grobdosierung.
- Start Slow: schaltet rechtzeitig auf langsameres Dosieren.
- SlowSpeed: Tempo des End‑Trickelns.
- Dämpfung: definiert den Übergabepunkt an das sehr vorsichtige Finale; mit T6 übernimmt Auto‑Trickeln bis Soll.
Kontrollcheck
- 5–10 Läufe messen. Bei systematischem Überschwingen: Dämpfung +1–2 Hundertstel erhöhen und/oder SlowSpeed senken. Bei zu frühem Stopp mit langer Restzeit: Dämpfung entsprechend verkleinern.
Tasten "Direktänderung""
„Mit den Schnelleinstelltasten lassen sich die entsprechenden Werte direkt um den angezeigten Betrag ändern. Dadurch ist keine weitere Eingabe erforderlich.“